Kurze Antwort: Die feste Masche ist die kürzeste, dichteste Masche: sie schließt das Amigurumi-Gewebe und hält die Füllung.
So häkelst du eine feste Masche
Steche unter beide Fäden der nächsten Masche. Hol einen Umschlag durch: zwei Schlingen liegen auf der Nadel. Hol einen weiteren Umschlag durch beide Schlingen. Die Masche ist fertig. Weil sie kurz ist, zeigt sich jede Spannungsänderung sofort im Tuch.
In Reihen und in Runden
In Reihen häkelst du die angegebene Wendeluftmasche und wendest die Arbeit. Prüfe, ob diese Luftmasche als Masche zählt. In durchgehenden Runden, typisch für Amigurumi, gibt es weder Abschluss noch Wende: du häkelst in der Spirale und rückst den Markierer jede Runde weiter. Die Spirale vermeidet die sichtbare Naht eines Kettmaschen-Abschlusses.
Spannung für Amigurumi
Nimm eine dünnere Nadel als auf der Banderole empfohlen. Das Gewebe soll die Füllung verdecken, ohne dass die Nadel sich zwängen muss. Sieht man die Watte im fertigen Teil, liegt es fast immer an einer zu großen Nadel oder zu lockerer Spannung, nicht an zu wenig Füllung.
Zunahmen, Abnahmen und hinteres Glied
Zwei feste Maschen in dieselbe Masche sind eine Zunahme; zwei Maschen zu einer zusammenhäkeln ist eine Abnahme. Nur das hintere Maschenglied erzeugt eine Knickkante, sinnvoll an Böden und Gelenken. Die unsichtbare Abnahme, die nur das vordere Glied beider Maschen nimmt, macht Gesichter glatter.
Häufige Fehler
Ohne Markierer Maschen zu verlieren oder dazuzugewinnen ist der häufigste Spiralfehler. In nur ein Glied zu stechen, obwohl die Anleitung beide meint, ändert die ganze Textur. Und die Namen: US single crochet ist unsere feste Masche; im britischen System meint dasselbe Wort eine andere Masche.
Passende Häkelguides
Folge den Angaben und der Terminologie der Anleitung, die du verwendest. Häkle eine Maschenprobe, wenn das Fertigmaß wichtig ist.
