Kurze Antwort: Die meisten Anleitungen bauen auf fünf oder sechs Maschen auf; wer ihre Höhe kennt, liest eine Schrift ohne Video.
Die Grundmaschen und ihre Namen
Die Luftmasche bildet Start und Wende. Die Kettmasche verbindet oder versetzt ohne Höhe. Die feste Masche gibt festes Gewebe und ist die Basis für Amigurumi. Das halbe Stäbchen liegt dazwischen. Das Stäbchen wächst schneller und lockert das Tuch. Das Doppelstäbchen verlängert die Reihe noch einmal. Der einzige mechanische Unterschied ist die Zahl der Umschläge vor dem Einstich und der Durchzüge zum Schließen.
Warum die Höhe alles verändert
Die Höhe bestimmt, wie viele Wendeluftmaschen nötig sind und wie dicht das Tuch wird. Feste Maschen sind kompakt und halten Füllwatte. Stäbchen und Doppelstäbchen ergeben ein offeneres Tuch für Tücher und Decken. Eine Masche in der Anleitung durch eine andere zu ersetzen ändert das Fertigmaß, auch wenn die Maschenzahl gleich bleibt.
Wohin die Nadel sticht
Steche, wenn nichts anderes steht, unter beide Fäden des oberen V. Nur das hintere Maschenglied zu arbeiten erzeugt eine Kante und etwas Beweglichkeit, etwa an Falten und Gelenken. Zähle die V der Reihe, um zu prüfen, dass nichts übersprungen oder verdoppelt wurde.
In Reihen und in Runden
Der Maschengriff bleibt gleich, der Abschluss nicht. In durchgehenden Runden braucht es einen Markierer. In verbundenen Runden schließt man oft mit einer Kettmasche und Wendeluftmaschen. Nimm nie an, dass diese Luftmaschen als Masche zählen: das sagt die Anleitung.
Schiefe Kanten und wandernde Maschenzahlen
Markiere die erste und letzte echte Masche, zähle zwischendurch und lies die Regel zur Wendeluftmasche. Garn teilen, zweimal in dieselbe Masche stechen oder die letzte Masche vergessen sind die häufigsten Ursachen für ungewollte Zu- und Abnahmen.
Passende Häkelguides
Folge den Angaben und der Terminologie der Anleitung, die du verwendest. Häkle eine Maschenprobe, wenn das Fertigmaß wichtig ist.
