Kurze Antwort: Das Doppelstäbchen gehört zu den höchsten Maschen: es überdeckt viel Fläche in wenigen Reihen und ergibt ein leichtes, oft durchbrochenes Tuch.
So häkelst du ein Doppelstäbchen
Mach zwei Umschläge, bevor du in die nächste Masche stichst. Steche ein, hol einen Umschlag durch: vier Schlingen liegen auf der Nadel. Ziehe den Faden dreimal durch je zwei Schlingen, bis eine bleibt. Dieser Dreierschritt hält die Höhe über die ganze Reihe gleichmäßig.
Höhe im Vergleich
Die feste Masche hat keinen Startumschlag, das halbe Stäbchen einen, das Stäbchen einen Umschlag und zwei Durchzüge, das Doppelstäbchen zwei Umschläge und drei Durchzüge. Jeder zusätzliche Umschlag macht die Masche höher und das Tuch offener. Deshalb geht es schnell, eignet sich aber nicht für geschlossene Teile.
Wendeluftmaschen und Kanten
Doppelstäbchen brauchen meist vier Wendeluftmaschen, die oft als erste Masche der Reihe zählen. Wende immer dieselbe Regel an: mal mitzählen, mal nicht, zieht die Kanten schief. Markiere die letzte echte Masche und zähle vor dem Wenden nach.
Wo Doppelstäbchen sich lohnen
Sie passen zu Schals, leichten Decken, Deckchen und durchbrochenen Motiven, bei denen Luft zum Muster gehört. Zusammen mit festen Maschen entstehen Texturstreifen. In Amigurumi und bei Taschen stören sie: das offene Tuch zeigt Füllung und trägt kein Gewicht.
Deutsche, US- und UK-Namen
Diese Seite beschreibt das deutsche Doppelstäbchen. Im US-System heißt dieselbe Konstruktion treble crochet. Im UK-System heißt sie double treble. UK treble entspricht unserem Stäbchen, nicht dem Doppelstäbchen: prüfe immer die Legende der Anleitung.
Passende Häkelguides
Folge den Angaben und der Terminologie der Anleitung, die du verwendest. Häkle eine Maschenprobe, wenn das Fertigmaß wichtig ist.
